Halal Richtlinien

Halal, Haram im Essen und Trinken des Muslims 

  • Der Islam ist eine ganzheitliche Lebensweise, die das physikalische, spirituelle und emotionale Wohlergehen erfasst...
  • Der Grundsatz des Verbotenen steht in diesem folgenden Quran Vers: „Verboten hat Er euch nur (den Genuß von) natürlich Verendetem, Blut, Schweinefleisch und dem, worüber etwas anderes als Allah angerufen worden ist.“ (Quran 2:173)

Was ist Halal und Haram?

  • Halal ist ein arabisches Wort, das von der dreikonsonantigen Wortwurzel h-l-l abgeleitet wird.
  • Die linguistische Bedeutung von Halal ist „das Zulässige, Erlaubte und Gestattete“.
  • Das Gegenteil von Halal ist Haram, was linguistisch für „das Unzulässige, das Verbotene“.

Die Prinzipien des Erlaubens

  • Muslime verstehen das Halal-Haram-Prinzip nicht als Einschränkung ihrer Freiheit oder reformbe-  dürftiges Relikt , sondern als zeitloses, gerechtes und immer gültiges Prinzip. 
  • Haram sind Dinge und Handlungen, die als solche nach der Scharia so eingestuft werden
  • Der Islam bringt die materielle und spirituelle Ebene in Einklang, wobei er die diesseitigen und jenseitigen Aspekte gegeneinander abwägt
  • Zweifelhafte Dinge sind zu vermeiden.
  • Was zu Haram führt ist ebenfalls Haram.
  • Nur Allah allein hat das Recht zu erlauben und zu verbieten.

Historische Hinblicke

  • Soziologisch und historisch betrachtet, ist die Beachtung eines Normenkodex von Erlaubtem und Verbotenem keine islamische Besonderheit, sondern eine gesellschaftliche Notwendigkeit, die in allen Weltanschauungen und Glaubensgemeinschaften zu finden ist.
  • Die Parallele zu Tay-yib also Gute-Dingen findet sich auch in der deutschen Bezeichnung „Güter“. Denn der Singular von „Güter“ ist „Gut“.
  • Selbst nicht (mehr) religiös ausgerichtete Gemeinwesen und alle anderen irgendwie gearteten Gesellschaftssysteme basieren auf einem Prinzip von „Halal und Haram“ (Erlaubt und Verboten).

Erlaubtes und unerlaubtes Fleisch!

Zum Zwecke der Ernährung gelten für Muslime unten aufgeführte Hauptkategorien als Haram (verboten):

  1. Schweinefleisch
  2. Rauschmittel, Alkohol, Vergorenes
  3. Blut
  4. Nicht Halal geschächtetes Tier
  5. Krepierte Tiere
  6. Fleischfressende Tiere
  7. Reptilien, Insekten

Verschiedene Arten von Fleisch, deren Verzehr nicht erlaubt ist

  1. Krepiertes
  2. Schweinefleisch
  3. Tiere, die einem außer Allah geweiht sind
  4. Erwürgtes
  5. Fließendes Blut
  6. Erschlagenes
  7. Herabgestürztes
  8. Angefressenes
  9. Aufgespießtes
  10. Opfertiere, die auf den Namen eines anderen geweiht sind außer Allah.

Das islamische Schlachten

  • Die Notwendigkeit auf islamische Weise zu schlachten
  • Es gibt zwei Arten von Landtieren, die als Nahrung erlaubt sind.
  • Die erste sind die zahmen Tiere oder Haustiere, wie Kamele, Kühe, Ziegen, Geflügel usw., die auf einem Hof oder einer Weide gezogen werden.
  • Ungezähmte, wilde Tiere gehören zur zweiten Art. Damit das Fleisch der Tiere der ersten Art erlaubt wird, verlangt der Islam die Schlachtung auf islamische Weise.
  • Die Bedingungen des islamischen Schlachtens
  • Das Tier muß mit einem scharfen Schlachtinstrument Zertrennen von Blutgefäßen ausbluten zu lassen.
  • Die Öffnung der Kehle durchgestochen wird, damit es stirbt
  • Kein anderer Name als der Allahs darf beim Schlachten über dem Tier gesprochen werden.
  • Der Tod des Tieres darf nur ausschließlich durch den Schlachtvorgang verursacht werden.

Halal Zertifizierung

Die Kontrolle und die Nachvollziehbarkeit sollen garantieren:

  • Die entsprechenden Lebensmittel nach islamischen Richtlinien sind.
  • Bei Bedarf werden die Halal-Anforderungen die eines unabhängigen Laboratoriums geprüft
  • Der Halal-Prüfer ist unabhängig von der Produktionsfirma
  • Dem Prüfer sollen Notwendige Dokumente bzw. den Ablaufschema definiert und geliefert werden.
  • Wenn für die Zertifizierung Laboruntersuchungen notwendig sind, sollen sie auch von der Firma beauftragt und geliefert werden
  • Die endgültige Zertifizierung erfolgt nach aller Untersuchen bzw. Vor-Ort-Besichtigung.
  • Nach erhalten des Zertifikates kann die Firma das Halal-Siegel nutzen.
  • Sollte gegen -Halal-Anforderungen- und Halal-Vorschriften Verstoßen geben, wird das Zertifikat Entzogen.
  • Die Einigung auf eine Zertifizierung wird mit einer offiziellen Einladung des Prüfers von der Firma.
  • Die Zertifizierung erfolgt gegen eine Kostenersatz-Note, die definiert und vereinbart wird.